For AI agents: the complete documentation index is available at https://docs.ovhcloud.com/de/llms.txt, the full documentation bundle is available at https://docs.ovhcloud.com/de/llms-full.txt, and this page is available as Markdown at https://docs.ovhcloud.com/de/guides/bare-metal-cloud/virtual-private-servers/update-os-on-a-vps.md.

Betriebssystem Ihres VPS aktualisieren

Als Markdown ansehen

Erfahren Sie hier, wie Sie das Betriebssystem Ihres OVHcloud VPS über ein In-Place-Upgrade oder eine parallele Migration aktualisieren

Ziel

Die Aktualisierung des Betriebssystems (OS) Ihres Servers ist unerlässlich, um die Sicherheit, Stabilität und Performance Ihrer Dienste zu gewährleisten. Um herauszufinden, ob das Support-Ende Ihrer OS-Version bevorsteht (End of Support / End of Life), lesen Sie unsere Anleitung Public Cloud & VPS - Image and OS life cycle.

Zwei Vorgehensweisen sind möglich:

  1. Das In-Place-Upgrade: die schnellste und wirtschaftlichste Methode. Das System wird direkt auf Ihrer bestehenden Maschine aktualisiert, ohne dass sich die IP-Adresse ändert oder Ihre Dateien übertragen werden müssen.
  2. Die parallele Migration: ideal, wenn Sie in einer komplett neuen Umgebung neu starten oder die Migration parallel testen möchten, ohne Ihre Produktivumgebung zu beeinträchtigen.

Diese Anleitung erläutert, wie Sie das Betriebssystem Ihres OVHcloud VPS aktualisieren.

Voraussetzungen

  • Sie verfügen über einen VPS in Ihrem OVHcloud Kundenkonto.
  • Sie haben SSH-Zugang zu Ihrem VPS als Root (oder per sudo).
  • Sie haben vor jedem Eingriff einen Snapshot erstellt (oder verfügen über ein tägliches Backup).

Zugriff auf das OVHcloud Kundencenter

  • Direkter Link:
  • Navigationspfad: Bare Metal Cloud > Virtual Private Server > Wählen Sie Ihren VPS aus

In der praktischen Anwendung

Obligatorischer vorbereitender Schritt: Sichern Sie Ihren VPS mit einem Snapshot

Unabhängig von der gewählten Methode sollten Sie Ihre Daten vor jedem Eingriff sichern.

1. Das automatische tägliche Backup (VPS ab August 2025)

Wenn Ihr VPS aus der seit dem 7. August 2025 vertriebenen Produktreihe stammt, profitiert Ihr Server von einem automatischen täglichen System-Backup (ohne zusätzliche Festplatten). Dieses Backup wird 24 Stunden lang aufbewahrt. Im Fall eines schwerwiegenden Problems können Sie das aktuellste automatische Image direkt in Ihrem Kundencenter wiederherstellen.

2. Der manuelle Snapshot (exakter Stand zu einem bestimmten Zeitpunkt)

Um den Zustand Ihres Servers unmittelbar vor der Aktualisierung festzuhalten, erstellen Sie einen Snapshot in Ihrem OVHcloud Kundencenter, wie in der Anleitung Snapshots auf einem VPS verwenden beschrieben.

Der Snapshot ist eine kostenpflichtige Option und es kann immer nur ein Snapshot gleichzeitig auf einem VPS aktiv sein. Er erfasst den Zustand der Maschine zu einem bestimmten Zeitpunkt: Anwendungsdaten, Dateien, Systemkonfigurationen und den Zustand des Betriebssystems (Kernel, Pakete, Abhängigkeiten). Er stellt jedoch kein vollständiges System-Backup dar. Die Konsistenz des Snapshots hängt vom qemu-guest-agent ab, der auf den meisten Distributionen nicht standardmäßig installiert ist: Prüfen Sie vor dem Update, ob er auf Ihrem VPS vorhanden ist.

Info

Ihr Sicherheitsnetz — Wenn während der Aktualisierung eine Unterbrechung auftritt (Netzwerkausfall, Paketkonflikt, Inkonsistenz der Anwendungen), klicken Sie im OVHcloud Kundencenter auf Snapshot wiederherstellen (oder wenden Sie Ihr letztes tägliches Backup an), um Ihren VPS in seinen ursprünglichen Zustand zurückzusetzen. Bei der Wiederherstellung wird der Snapshot gelöscht: Um einen Snapshot zu behalten, erstellen Sie einen neuen Snapshot, bevor Sie weitere Änderungen vornehmen.

Methode 1: das In-Place-Upgrade

Dies ist in den meisten Fällen die empfohlene Lösung. Sie wird direkt auf Ihrem aktuellen Server durchgeführt.

Warning

Wichtiger Hinweis — Server mit Plesk oder cPanel

Wenn Ihr VPS ein Plesk- oder cPanel-Verwaltungspanel verwendet, folgen Sie nicht den nachstehenden Verfahren zum direkten Upgrade. Ohne die speziellen Werkzeuge der Anbieter können generische Tools (Leapp, dist-upgrade) Ihre Installation und Ihre Lizenzen beschädigen.

  • Für Plesk (Wechsel von CentOS 7 zu AlmaLinux 8): verwenden Sie das offizielle von Plesk bereitgestellte Skript centos2alma.
  • Für cPanel (Wechsel von CentOS 7 zu AlmaLinux 8): verwenden Sie das offizielle von cPanel bereitgestellte Tool Elevate.

Diese Tools richten sich an erfahrene Benutzer, funktionieren nicht in jedem Fall garantiert und erfordern ein vollständiges Backup, bevor Sie fortfahren.

Alle Migrationsoptionen (einschließlich der Tools zur automatischen Migration von Server zu Server) finden Sie in der Anleitung Plesk und cPanel: End of Support für VPS - Gewährleistung der Kontinuität Ihrer Dienste.

Option A: Distributionen Debian und Ubuntu

1. Den Snapshot erstellen

Öffnen Sie , wählen Sie Ihren VPS aus und scrollen Sie dann im Tab Start nach unten zum Feld Backup. Verwenden Sie dort das Menü ... der Option "Snapshot".

2. Das aktuelle System aktualisieren

Verbinden Sie sich per SSH mit Ihrem VPS und installieren Sie alle für Ihre aktuelle Version verfügbaren Patches:

sudo apt update
sudo apt upgrade
sudo apt full-upgrade

Prüfen Sie die nicht mehr benötigten Pakete, bevor Sie sie entfernen:

sudo apt --purge autoremove

Wenn ein neuer Linux-Kernel installiert wurde, starten Sie den VPS neu:

sudo reboot
3. Das Upgrade auf die neue Hauptversion starten
Ubuntu
Debian

Führen Sie das offizielle Tool von Canonical aus:

sudo do-release-upgrade

Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Warning

Während der Installation zu beachtende Punkte

  • Informationsbildschirm (apt-listchanges): Wenn am unteren Bildschirmrand ein Doppelpunkt (:) erscheint, drücken Sie q, um den Hinweis zu schließen und die Aktualisierung fortzusetzen.
  • Geänderte Konfigurationsdateien: Wenn das System anbietet, eine vorhandene Konfigurationsdatei zu ersetzen, wählen Sie in der Regel die Version des Maintainers und prüfen Sie anschließend die Dateien .dpkg-old oder .dpkg-dist, bevor Sie Ihre Anpassungen wiederherstellen.
4. Neustart und Überprüfung

Starten Sie Ihren Server neu, sobald der Vorgang abgeschlossen ist:

sudo reboot

Überprüfen Sie das aktive Betriebssystem mit cat /etc/os-release. Wenn Ihre Webdienste und Anwendungen korrekt funktionieren, können Sie den Snapshot im OVHcloud Kundencenter löschen.

Option B: Distributionen AlmaLinux, Rocky Linux und CentOS Stream

Bei Betriebssystemen der Red Hat-Familie erfolgt der Wechsel auf Version 9 über das Framework ELevate / Leapp.

1. Den Snapshot erstellen

Erstellen Sie den Snapshot über und warten Sie das Ende des Vorgangs ab, bevor Sie fortfahren.

2. Die vorhandenen Pakete aktualisieren
sudo dnf update -y
sudo reboot
3. Das Migrationstool ELevate installieren

Installieren Sie das ELevate-Repository und wählen Sie dann das Datenpaket für Ihre Distribution aus. Konsultieren Sie für RHEL die offizielle Red Hat Dokumentation — Upgrade mit Leapp oder Migration von RHEL 8 auf RHEL 9 — anstelle eines ELevate-Datenpakets.

# Installation des ELevate-Repositorys und des Leapp-Tools
sudo dnf install -y https://repo.almalinux.org/elevate/elevate-release-latest-el8.noarch.rpm
sudo yum install -y leapp-upgrade

# Installation des Datenpakets für Ihr Betriebssystem (führen Sie NUR die zutreffende Zeile aus):
sudo yum install -y leapp-data-almalinux    # Für AlmaLinux
sudo yum install -y leapp-data-rocky        # Für Rocky Linux
sudo yum install -y leapp-data-centos       # Für ein Upgrade auf CentOS Stream
4. Die Eignung prüfen und das Upgrade starten

Erstellen Sie vor dem Upgrade die erste Analyse, lesen Sie den Leapp-Bericht, beantworten Sie die blockierenden Fragen und starten Sie dann die Migration:

# Systemprüfung ausführen
sudo leapp preupgrade

# Detaillierten Bericht lesen, bevor Sie fortfahren
sudo less /var/log/leapp/leapp-report.txt

# Die im Bericht genannten blockierenden Fragen explizit beantworten
sudo leapp answer --section remove_pam_pkcs11_module_check.confirm=True

# Upgrade auf Version 9 starten
sudo leapp upgrade

Wenn während der Vorprüfung ein blockierender Fehler auftritt, korrigieren Sie zunächst die in /var/log/leapp/leapp-report.txt gemeldeten Punkte. Ziehen Sie für RHEL außerdem die offizielle Red Hat Dokumentation zu großen Migrationen mit Leapp heran.

5. Umstellung und Abschluss

Starten Sie Ihren Server neu, um den Kernel auf Version 9 umzustellen:

sudo reboot

Der erste Neustart kann mehrere Minuten dauern (Installation der Pakete im Hintergrund und Neuvergabe der SELinux-Labels).

Sobald das System wieder erreichbar ist, überprüfen Sie die Version und entfernen Sie die Migrationspakete:

# Installierte Version überprüfen
cat /etc/os-release

# Migrationstools entfernen und Cache leeren
sudo dnf remove -y leapp-upgrade 'leapp-data-*'
sudo dnf autoremove -y

Methode 2: die parallele Migration

Bei dieser Methode stellen Sie einen zweiten, völlig neuen OVHcloud VPS bereit, installieren dort Ihre Dienste und stellen anschließend Ihre Daten und Ihren Netzwerkverkehr um, ohne eine längere Unterbrechung zu riskieren.

1. Den neuen VPS bestellen und vorbereiten

Bestellen Sie auf der OVHcloud Website oder in Ihrem OVHcloud Kundencenter einen neuen VPS mit der gewünschten OS-Version.

Sobald der VPS geliefert ist, melden Sie sich an und installieren Sie Ihre Dienste (Webserver, Datenbank-Engine, Docker usw.).

2. Ihre Daten und Konfigurationen übertragen

  • Datenbanken: Erstellen Sie einen Dump auf dem Quell-VPS (mysqldump oder pg_dump) und importieren Sie die Datei .sql anschließend auf dem neuen VPS.
  • Benutzer- und Webdateien: Synchronisieren Sie Ihre Verzeichnisse (zum Beispiel /var/www/ oder /home/) per rsync von Server zu Server:
rsync -avz -e ssh /var/www/ root@IP_DES_NEUEN_VPS:/var/www/

3. Die neue Umgebung testen

Bevor Sie Ihre Nutzer umstellen, überprüfen Sie, ob Ihre Website oder Anwendung unter der neuen IP funktioniert (zum Beispiel, indem Sie Ihre lokale Datei hosts vorübergehend anpassen).

4. Den Traffic auf den neuen VPS umstellen

  • Wenn Sie eine Additional IP verwenden: Öffnen Sie in Ihrem OVHcloud Kundencenter (Network > Public IPs) und stellen Sie die Additional IP vom alten VPS auf den neuen VPS um. Bei einigen Produkten muss die IP-Adresse zunächst über ein Parking IP geleitet werden, nur ein /32-Block kann auf einen VPS umgezogen werden und virtuelle MAC-Adressen werden während des Vorgangs vorübergehend ausgesetzt. Weitere Informationen finden Sie im Guide Eine Additional IP umziehen.
  • Wenn Sie das Standard-DNS verwenden: Ändern Sie die DNS-Einträge (A / AAAA) Ihres Domainnamens so, dass sie auf die neue IP-Adresse Ihres neuen VPS verweisen.

5. Den alten Server kündigen

Sobald die Umstellung validiert ist und die Fristen für die DNS-Propagierung abgelaufen sind (24 bis 48 Stunden werden empfohlen), können Sie den alten VPS in Ihrem OVHcloud Kundencenter kündigen.

Bei einem Zwischenfall während des Vorgangs

Wenn Ihr VPS nach einem In-Place-Upgrade nicht mehr über das Netzwerk erreichbar ist oder nicht mehr startet:

  1. Öffnen Sie und wählen Sie dann den betreffenden VPS aus.
  2. Verwenden Sie im Feld Backup das Menü ... der Option "Snapshot" oder wenden Sie Ihr aktuellstes automatisches Backup an.
  3. Klicken Sie auf Snapshot wiederherstellen oder starten Sie die Wiederherstellung des gewünschten Backups.

Ihr VPS kehrt innerhalb weniger Minuten in seinen ursprünglichen Zustand zurück.

Weiterführende Informationen

Treten Sie unserer User Community bei.

War diese Seite hilfreich?