Erfahren Sie hier, wie Sie OLA für Ihren SLES 15 Server aktivieren
Ziel
Die OVHcloud Link Aggregation (OLA) wurde von unseren Teams entwickelt, um die Verfügbarkeit Ihres Servers zu erhöhen und die Effizienz Ihrer Netzwerkverbindungen zu steigern. Mit nur wenigen Klicks können Sie Ihre Netzwerkkarten aggregieren und Ihre Netzwerkverbindungen redundant machen. Wenn also eine Verbindung ausfällt, wird der Datenverkehr automatisch auf eine andere verfügbare Verbindung umgeleitet. Die verfügbare Bandbreite wird durch Aggregation ebenfalls verdoppelt.
Die Aggregation basiert auf dem Standard IEEE 802.3ad, Link Aggregation Control Protocol (LACP).
Diese Anleitung erklärt, wie Sie Ihre Schnittstellen zur Verwendung mit OLA in SLES 15 zusammenfassen.
Navigationspfad:Bare Metal Cloud > Dedicated Server > Wählen Sie Ihren Server aus
In der praktischen Anwendung
Da wir für unsere NICs in OLA eine privat-private Konfiguration haben, können wir keine SSH-Verbindung zum Server herstellen. Daher müssen wir das IPMI-Tool nutzen, um auf den Server zuzugreifen.
Klicken Sie anschließend auf den Tab IPMI (1) und dann auf den Button Mit einem Java-Applet (KVM) (2).
Ein JNLP-Applet wird heruntergeladen. Öffnen Sie es, um auf IPMI zuzugreifen. Melden Sie sich mit den dem Server zugeordneten Zugangsdaten an.
Standardmäßig werden die NICs bei Verwendung einer OVHcloud Vorlage als eth0 und eth1 bezeichnet. Wenn Sie keine OVHcloud Vorlage verwenden, können Sie die Namen Ihrer Schnittstellen mit folgendem Befehl ermitteln:
ip a
Info
Mit diesem Befehl werden mehrere Interfaces ausgegeben. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die physischen NICs zu bestimmen: Die öffentliche IP-Adresse des Servers wird standardmäßig der ersten Schnittstelle zugeordnet.
Ermittlung der MAC-Adressen
Wechseln Sie zum Tab Netzwerkinterfaces und notieren Sie die MAC-Adressen für jede Schnittstelle (öffentlich/privat), die am unteren Ende des Menüs angezeigt werden.
Info
Sie können jede gewünschte IP-Adresse privater Subnetze verwenden.
Wenn Ihr Server über mehr als 2 Netzwerkschnittstellen verfügt, können Sie diese in die Konfiguration hinzufügen, indem Sie die Nummer des Parameters BONDING_SLAVE_ erhöhen, zum Beispiel: BONDING_SLAVE_2= eth3.
Nun, da Sie wissen, welche MAC-Adressen den einzelnen Schnittstellentypen (öffentlich/privat) zugeordnet sind, müssen Sie die Interface-Namen ermitteln.
Ermittlung der Interface-Namen
Warning
Die IP-Adressen sind für jeden Server verschieden.
Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Interface-Namen abzurufen:
ip a
Info
Die Hardware-Adresse (MAC-Adresse) der NIC kann mit dem zuvor verwendeten Befehl ip a gefunden werden. Es handelt sich um den Wert neben link/ether in der Ausgabe.
Hier ein Beispiel der Ausgabe:
1: lo: <LOOPBACK,UP,LOWER_UP> mtu 65536 qdisc noqueue state UNKNOWN group default qlen 1000 link/loopback 00:00:00:00:00:00 brd 00:00:00:00:00:00 inet 127.0.0.1/8 scope host lo valid_lft forever preferred_lft forever inet6 ::1/128 scope host noprefixroute valid_lft forever preferred_lft forever2: ens22f0np0: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qdisc mq state UP group default qlen 1000 link/ether a1:b2:c3:d4:e5:c6 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff inet 203.0.113.1/32 metric 100 scope global dynamic ens22f0np0 valid_lft 71613sec preferred_lft 71613sec inet6 2001:db8:1:1b00:203:0:112:0/56 scope global valid_lft forever preferred_lft forever inet6 fe80::a6b2:c3ff:fed4:e5c6/64 scope link valid_lft forever preferred_lft forever3: ens22f1np1: <BROADCAST,MULTICAST> mtu 1500 qdisc noop state DOWN group default qlen 1000 link/ether a1:b2:c3:d4:e5:c7 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff4: ens33f0np0: <BROADCAST,MULTICAST> mtu 1500 qdisc noop state DOWN group default qlen 1000 link/ether a1:b2:c3:d4:e5:d6 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff5: ens33f1np1: <BROADCAST,MULTICAST> mtu 1500 qdisc noop state DOWN group default qlen 1000 link/ether a1:b2:c3:d4:e5:d7 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
Sobald Sie die Namen Ihrer Interfaces ermittelt haben, können Sie die Interface-Aggregation im Betriebssystem konfigurieren.
Konfiguration der Interface-Aggregation
Wählen Sie den unten stehenden Tab entsprechend Ihrer Server-Konfiguration:
Zwei Interfaces: Advance-Server mit zwei physischen NICs.
Vier Interfaces - Double LAG: Scale- und High-Grade-Server mit OLA im Modus Active - Double LAG (öffentliche + private Aggregate). Dies erfordert die Aktivierung von OLA im OVHcloud Kundencenter.
Vier Interfaces - Fully Private: Scale- und High-Grade-Server mit OLA im Modus Active - Fully Private (einzelnes privates Aggregat für vRack). Dies erfordert die Aktivierung von OLA im OVHcloud Kundencenter.
Zwei Interfaces
Vier Interfaces - Double LAG
Vier Interfaces - Fully Private
Erstellen Sie die Konfigurationsdatei des Aggregats /etc/sysconfig/network/ifcfg-bond0:
Das private Aggregat (ifcfg-bond1) und alle Konfigurationsdateien der physischen Schnittstellen bleiben wie oben angegeben.
Diese Konfiguration aggregiert alle physischen Interfaces in einem einzigen Aggregat ausschließlich für den vRack-Einsatz. Es gibt keine öffentliche IP-Konnektivität.
Warning
Nach der Implementierung von OLA im Fully-Private-Modus ist die öffentliche IP nicht mehr erreichbar. Stellen Sie sicher, dass Sie über einen alternativen Zugangsweg verfügen (z. B. über einen anderen Server im vRack oder via KVM/IPMI), bevor Sie diese Konfiguration anwenden.
Erstellen Sie die Konfigurationsdatei des Aggregats /etc/sysconfig/network/ifcfg-bond0:
Im Fully-Private-Modus verwendet das Aggregat die MAC-Adresse der privaten Hauptschnittstelle. Das Feld IPADDR sollte auf Ihre private vRack-IP gesetzt werden.
Anwenden der Konfiguration
Wenden Sie die Konfiguration an, indem Sie alle Interfaces mit wicked neu laden:
wicked ifreload all
Dieser Vorgang kann einige Sekunden dauern, da die Bond-Schnittstelle erstellt wird. Um zu testen, ob das Aggregat funktioniert, senden Sie einen Ping an einen anderen Server im selben vRack. Wenn es funktioniert, sind Sie fertig. Wenn nicht, überprüfen Sie Ihre Konfigurationen oder versuchen Sie, den Server neu zu starten.
Sie können die Aggregat-Einstellungen auch mit folgendem Befehl überprüfen: